Spirituelle Heimat, eine kurze Geschichte von Beat Campiche

Eva war verzweifelt. Und doch war sie auch froh, dass es nun endlich aufgebrochen war. Auch wenn sie sich das Frohsein in ihrer Situation nicht eingestehen konnte. Nicht eingestehen durfte. Wenigstens war ihr nun klar, wo die Grenzen verliefen, auch wenn die Grenzen haarscharf am Abgrund passierten, wie sich nun gezeigt hatte. Immerhin wusste sie jetzt, wo der Abgrund war. Nahe genug jedenfalls, dass sie ihn erkennen konnte. Und nahe genug auch, um begreifen zu können, dass sie handeln musste. Oder handeln wollte. Denn ohne handeln zu wollen, würde für sie bedeuten abzustürzen. Und das wollte sie nicht. Also handelte Eva.
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23. Oktober 2012

Liebe 1, Liebe 2, Liebe 3, drei kurze Geschichten von Beat Campiche

Peter heisst der Mann meiner ersten Kurzgeschichte, Anna ist die Frau der zweiten Kurzgeschichte. Peter und Anna sind nicht Hadrian und Julia. Julia und Hadrian sind dann die Hauptfiguren der dritten Kurzgeschichte.

Peter

Peter wollte, das war ihm schon klar, als er noch nicht mal rasieren musste, weil seine Barthaare noch ganz flaumig waren, niemals unverheiratet bleiben. Schon damals stellte er sich ein Leben an der Seite einer, nein: seiner Frau vor, mit der er alles teilen und nichts Gemeinsames ungetan haben wollte. Ein Leben zu zweit. Und dass später Kinder dazu kommen sollten, war ihm ebenfalls klar. Eine richtige Familie eben.
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4. August 2012


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«Ich gehe, und Schönheit ist vor mir.
Ich gehe, und Schönheit ist hinter mir.»
 
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